Persönliche Schicksale von Zwangsarbeitern in Lauf

Sinaida Galtschenko


Brief von Sinaida Stepanova Klimenko (geb. Galtschenko)
Boyazka, Ukraine

Während des Krieges war ich nach Deutschland fortgetrieben und wohnte in Lauf/Pegnitz. Von Juni 1943 bis zum Ende des Krieges (1945) arbeitete ich auf einer Fabrik von keramischen Erzeugnissen für elektrische Einrichtungen in der galvanischen Abteilung. Ich bedeckte die Einzelteile mit
Silberstreifen, befestigte sie auf der Stange und sendete sie zum Ofen. Wir wohnten im Schulgebäude. Da war unser Frauenlager. Wir wurden vor dem Bewacher zur Fabrik und wieder zurückgeführt. Die Ernährung war schrecklich.

Sinaida Stepanowa Galtschenko (ganz links im Bild) aus der Ukraine wurde nach Lauf verschleppt und bei der Firma Sembach & Co von 1942 bis 1945 zur Arbeit zwangsverpflichtet. Gemeinsam mit drei anderen befreundeten Zwangsarbeiterinnen (darunter Nina Iwanowa Tjutjunnik, in der Bildmitte vorne), ließ sie sich für ein Erinnerungsfoto für ihre Familie zuhause bei Foto Schwemmer am Laufer Marktplatz fotografieren.